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"Halkyonische Akademie für unangewandte Wissenschaften", einen Freundschaftsbund,
dem u.a. G. Hauptmann, A. Kubin und andere angehörten. Am 11.2.1905
starb O.E. Hartleben in Salo.
Es wird berichtet, dass Hartleben gewünscht habe, man solle nach seinem Tod den Kopf vom
Körper, der eingeäschert werden sollte, trennen und besonders aufbewahren. Ein Freund
Hartlebens, der Arzt Carl Lehmann aus München, soll diesen Wunsch erfüllt haben.
Der Kopf sei dann in einer Urne auf
auf einen Berliner Friedhof gekommen, dort zur Zeit der
Bombardierung von einem Pfarrer zunächst in dessen Wohnung, später
dann nach Göttingen gebracht und dort auf einem Friedhof neben dem Grab
von Hartlebens Schwester aufgestellt worden. Einige Monate vor dem 100. Todestag
Hartlebens sei die Urne gestohlen worden.
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Johann Friedrich Löwen, geb.
am 13.9.1727, wandte sich nach dem (abgebrochenen) Studium der
Rechtswissenschaften dem Theater zu. Er betätigte sich in
Hamburg u.a. als Theaterkritiker und später auch
-vorübergehend- als Direktor des von ihm mitgegründeten
Deutschen Nationaltheaters.Sein literarisches Werk umfasst
Epigramme, Satiren, Romanzen, Gedichte, Erzählungen und
Theaterstücke. Am 13.12.1771 starb er in Rostock, wo er
zuletzt als Justizangestellter beschäftigt war.
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Julius Adolf Ey, geb. am 18.1.1844,
wirkte nach dem Theologie- und Philologiestudium als Professor
an einem Gymnasium in Hannover. Er schuf eine Reihe von Romanen
und Erzählungen, deren Handlungen in seiner Harzer Heimat
spielten, wie z.B. "Harzer Blut", "Prinzeß Ilse", "Bekenntnisse
eines alten Schulmeisters" und andere. Julius Adolf Ey verschied
am 18.9.1934 in Hannover.
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Oberbergrat W.A.Julius Albert erfand im Jahr
1834 das Drahtseil, indem er mehrere einzelne Eisendrähte zu einem
Seil, dem Drahtseil, zusammendrehte. Diese Epoche machende
Erfindung trat von Clausthal-Zellerfeld aus ihren Siegeszug
um die Welt an. Das Drahtseil ersetzte recht schnell die bis
dahin im Bergbau verwendeten teureren und weniger haltbaren
Hanf- bzw. Kettenseile. Auch außerhalb des Bergbaus hielt es
rasch Einzug in Industrie und Gewerbe.
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Der spätere Bergmeister Georg L.W. Dörell
entwickelte im Jahr 1833 die Fahrkunst, mit deren Hilfe die Bergleute
das Einfahren in und das Ausfahren aus dem Schacht ohne
körperliche Anstrengung bewältigen konnten, also nicht mehr
unter erheblichem Zeitaufwand über viele Leitern klettern
mußten. Bei der Fahrkunst handelt es sich um ein durch
Wasserkraft betriebenes gegenläufiges Doppelgestänge mit
kleinen Plattformen, auf denen die Bergleute standen und bei
jedem Hub von einer auf die andere Gestängeseite wechselten
und so hinauf oder hinunter fahren konnten. Auch dieser
Erfindung war weithin im deutschen wie auch im ausländischen
Bergbau Erfolg beschieden.
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sowie schließlich noch einige prominente Männer,
die vor vielen Jahren hier einmal oder mehrere Male
zu Besuch weilten,
sich vorübergehend hier aus beruflichen Gründen auf- hielten oder aus
sonstigem Anlass in die Bergstadt kamen:
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Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe:
In den Jahren von 1777 - 1805 führten den Geheimrat fünf
Reisen in den Harz, dreimal hielt er sich in Clausthal
und Zellerfeld auf und befuhr hier die Erzgruben Caroline,
Dorothea und Benedikte. Mit seinem Freund, dem Berghauptmann
von Trebra, betrieb er bergbauliche Exkursionen und geologische
Studien. Er bestieg von hier aus zweimal auch den Brocken,
einmal sogar im Winter (1777). Über diese Leistung hat er mit besonderem
Stolz berichtet.
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Links die Bestätigung für den Grubenbesuch, den v.Goethe
1784 in Begleitung seines Dienstherrn, des Herzogs Carl August
von Sachsen-Weimar-Eisenach, durchführte. Der Text lautet:
"den 13. August 1784 zur Caroline eingefahren und zur Dorothea ausgefahren.
Carl August, H.z.S. Goethe"
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Auch der Konstrukteur der ersten brauchbaren
Dampfmaschine James Watt aus Birmingham (England) bestätigt
nebenstehend, dass er zusammen mit einem englischen Freund an
einem 29. Juli (leider keine Jahresangabe) in die Grube Carolina
ein- und aus der Grube Dorothea ausgefahren ist.
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Heinrich Heine:
1824 begab sich Heine, seinerzeit Student in Göttingen,
von dort aus zu Fuß auf eine Reise in den Harz und
auch auf den Brocken. Sein Weg führte ihn durch Clausthal-Z.
In diesem "netten Bergstädtchen" -so Heine- aß er in der
"Krone" frühlingsgrüne Petersiliensuppe, veilchenblauen
Kohl, einen Kalbsbraten, groß wie der Chimborasso in Miniatur
sowie geräucherte Heringe. Er befuhr sodann auch die Gruben
Dorothea und Caroline und fand diese Befahrung
sehr interessant; er berichtete darüber auch ausführlich
in "Die Harzreise".
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Gottfried Wilhelm Leibniz hatte viele Jahre lang
versucht, im Oberharz die Windkraft zu nutzen, um mit Hilfe
von Windrädern Wasser aus den Bergwerken in und um Clausthal-
Zellerfeld zu heben und es einer erneuten Verwendung zuzuführen.
Seinen Bemühungen war leider kein Erfolg beschieden.
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Der schwedische ChemikerAlfred Nobel hatte wiederholt
Bergbaubetriebe in Clausthal-Z. aufgesucht, um sich hier über
Sprengmethoden zu informieren.
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Johann Graf von Tilly, Feldherr des kaiserlichen Heeres im
dreißigjährigen Krieg, bezog im März 1626 von Osterode her
kommend in Clausthal Quartier. Clausthal, gehörte früher zum Fürstentum
Grubenhagen und kam 1617 unter die neuen Landesherren -Herzöge Christian
und Georg von Celle-, die auf Seiten der Kaiserlichen standen. Deshalb hatte sich die
Stadt den Truppen Tillys kampflos ergeben. Die Bürger Zellerfelds
hingegen, Untertanen der Herzöge zu Braunschweig-Wolfenbüttel und damit
auf Seiten der Protestanten, boten Tilly die Stirn. Sie erschossen
einen Parlamentär und verteidig- ten sich äußerst tapfer gegen die
übermächtigen kaiserlichen Truppen, die ihnen erhebliche Verluste
zufügten und letztlich siegten. Durch Brandschatzung und Plünderungen erlitten
darüber hinaus die Bürger Zellerfelds sowie die Stadt schweren Schaden.
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Desweiteren besuchten u.a. folgende Regenten und Fürsten
die Bergstädte Clausthal und Zellerfeld:
1729 König Georg II. und Kurfürst von Hannover sowie König
von Großbritannien
1765 Eduard August, Herzog von York und Albany
1814 Herzog Adolf Friedrich von Cambridge, Vizekönig
von Hannover
1839 König Ernst August von Hannover und Herzog von
Cumberland
1856 König Georg V. von Hannover
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Zu guter Letzt:
Bergbau gibt es in Clausthal-Zellerfeld seit längerem nicht
mehr. Die Lebensverhältnisse der hiesigen Bevölkerung haben sich seither
nicht nur deswegen spürbar geändert.
Mediziner bzw. Dichter und Schriftsteller der Art, wie oben erwähnt, sind leider
nicht nachgewachsen.
Über Erfindungen berichtet von Zeit zu Zeit die hiesige Zeitung. Es handelt
sich dann i.d.R. um solche von Wissenschaftlern der hiesigen Technischen
Universität (hervorgegangen aus der früheren Bergakademie).
Besucher kommen jetzt nach Clausthal-Zellerfeld sicherlich mehr als in
früheren Zeiten, nur befinden sich darunter keine Könige oder Herzöge mehr.
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